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Lasst die Technik-Spiele beginnen!

 

Panasonic und Toyota haben eine Deadline. Sie heißt „Tokyo 2020“. Pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen in der Mega-City wollen beide Konzerne zukunftsweisende Technologien bis zur Marktreife entwickelt haben – und damit Japans Ruf als Hightech-Nation wiederherstellen. Was uns erwartet, zeigen Besuche in den Showrooms von Panasonic und Toyota auf Odaiba.

 

Roboter für die Sicherheit und transparente Athleten

 

Die blinkenden Lichter, der Lärm, der aus den Spielhallen dringt, und die Menschenmassen, die sich tagein tagaus durch Shinjuku und Shibuya schieben, scheinen hier weit weg. Und das, obwohl wir auf Odaiba sind, einem der beliebtesten Unterhaltungs- und Einkaufsviertel Tokios. Auf der künstlich angelegten Insel in der Tokyo Bay werden bei den Olympischen Spielen 2020 Wettkämpfe in gut einem Dutzend Sportarten ausgetragen. Wer heute über die Rainbow Bridge auf die Insel fährt, kommt zum Shoppen in einer der amerikanisch anmutenden Malls – Kopie der Freiheitsstatue inklusive –, aber auch zum Arbeiten. Zahlreiche Unternehmen haben sich auf Odaiba niedergelassen, darunter Panasonic. In seinem Showroom, dem „Panasonic Center“, zeigt der Konzern auf vier Etagen, was die Zukunft bringt.

 

Woran Panasonic mit Blick auf die Olympischen Spiele arbeitet, ist in der vierten Etage hinter einer großen Tür versteckt, die sich nicht für jeden öffnet. Da fährt ein Security-Roboter durch den Raum, der – dank eingebauter Kamera – Sportstätten überwachen und so für Sicherheit sorgen soll. Eine sprechende Künstliche Intelligenz soll dabei helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Und ein futuristischer Hightech-Rollstuhl soll Menschen mit Handicap selbst in großen Menschenansammlungen wie von Geisterhand sicher von A nach B bringen.

 

Und dann ist da noch das – wenn man so will – „olympische Kerngeschäft“ von Panasonic. Das Unternehmen ist seit 30 Jahren offizieller Partner des Internationalen Olympischen Komitee (IOC) im Bereich Audio- und Video-Equipment, stellt unter anderem Projektoren, Kamerasysteme, LED-Videoleinwände und Anzeigetafeln zur Verfügung. Mit Blick auf die Kameratechnik, die in Tokio zum Einsatz kommen soll, und die Sensoren, mit denen Sportler und Sportgeräte ausgestattet werden sollen, ist klar: Vermutlich war noch nie ein Sport-Event so datengetrieben. Wer springt mit welcher Kraft wie hoch? Wer ist wie schnell? Und mit welcher Kraft wird gegen den Ball getreten oder geschlagen? All das soll ein 3-D-Tracking-System verraten, das live Datenanalysen liefert, die im TV und auf Leinwänden im Stadion sichtbar sind. So wird der Athlet komplett transparent.

Auf drei Rädern durch die Stadt

 

Nur 1,5 Kilometer vom „Panasonic Center“ entfernt steht das Megaweb, der Showroom von Toyota – mit angeschlossener Teststrecke, auf der Besucher im iRoad ihre Runden drehen können. Der iRoad – 2,34 Meter lange und 87 Zentimeter breit – ist eine Mischung aus Motorrad und Auto, eine Art vollverkleidetes Dreirad mit Dach und Elektroantrieb. Entwickelt wurde er, um auf der „letzten Meile“ – zum Beispiel zwischen Haus und Bahnhof – schneller voran. Der Plan für 2020: Vertreter des lokalen Organisationskomittees, Volunteers und Sicherheitspersonal sollen sich in den wendigen, bis zu 60km/h schnellen Gefährten auf dem Olympiagelände fortbewegen.

 

Athleten und Trainer sollen dagegen auf den e-Palette umsteigen. Mit den vollautonomen Elektrobussen werden sie durch das olympische Dorf gefahren. Nach den Spielen sollen sie dann unter anderem zur Paketauslieferung genutzt werden.

Der Olympia-Effekt

 

 

Ein Zufall ist es sicher nicht, dass Toyota sich 2015 dazu entschieden hat, offizieller Mobilitätspartner des IOC und des IPC zu werden. Mindestens bis zu den Spielen in Paris 2024 kümmert sich der Konzern um den Transport von Athleten, Trainern und Funktionären. Es fanden bereits einmal Olympische Sommerspiele in Tokio statt. Das was 1964. Mit positiven Effekten für die Wirtschaft: Es waren beispielsweise die ersten Spiele – die dank japanischer Technik – zumindest in Teilen in Farbe übertragen wurden. Den Absatz von Farbfernsehern „made in Japan“ hat das massiv befeuert. Auf diesen „Olympia-Effekt“ hoffen japanische Unternehmen auch 2020. Und wer weiß, vielleicht finden dann ja 8K-Fernseher von Panasonic reißenden Absatz. Und der iRoad wird zum „Must have“ für Großstädter, die von der Parkplatzsuche genug haben.

 

Text: Madeline Sieland

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