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Touchscreen plus Tasten: Konservativ, leistungsstark, sicher

Das Besondere am Blackberry ist die Tastatur. Doch wer darauf angewiesen ist, profitiert nicht zwingend davon. Dennoch ist es ein ordentliches Smartphone.

  

Für Einhänder  ist die Tastatur mit  Tasten nicht zwingend  praktischer als  ein Touchscreen. (Foto: Arne Gottschalck)
Für Einhänder ist die Tastatur mit Tasten nicht zwingend praktischer als ein Touchscreen. (Foto: Arne Gottschalck)

Lange Zeit war ich ein Smartphone-Verweigerer. Jetzt besitze ich eines und will es auch nicht mehr missen, die Vorteile brauche ich niemandem aufzuzählen. Dagegen gesperrt hatte ich mich aus verschiedenen Gründen. Einer davon: Ich bin Einhänderin, das macht die Bedienung eines Smartphones mit Touchpad unkomfortabel. Die Buchstaben und Zahlen liegen eng beieinander, lassen sich nicht ertasten und oft vertippe ich mich, denn ich komme mit meinem Daumen einfach nicht bis an den gegenüberliegenden Rand der Tastatur. Es gibt die Möglichkeit, die Tastatur etwas zu verkleinern und an den rechten Rand zu schieben, doch das ist nur beim Anrufen praktisch – fürs Schreiben probiere ich zurzeit Swiftkey aus.

 

Langer Rede, kurzer Sinn, dies alles war der Grund, weshalb ich unbedingt einen Dinosaurier unter den mobilen Endgeräten ausprobieren wollte, das Blackberry. Vor Jahren galten diese Teile als die sichersten auf dem Markt, weshalb sie in jeder Manager-Tasche zu finden waren. Mittlerweile ist der Hersteller bankrott, wurde aber aufgekauft und das Blackberry wird heute von TCT hergestellt und heißt KeyOne. Inzwischen ist auch das Key2 auf dem Markt sowie die Light-Version Key2 LE.

 

Edles Erscheinungsbild

Ich lasse mir das Key2 zusenden und schon beim Auspacken macht es in seiner schwarzen Schachtel einen super edlen Eindruck. Und es liegt gut in der Hand. Es hat eine eckige Form, die Kanten sind etwas schärfer als bei anderen Smartphones, die Alu-Rückseite hat durch die geriffelte Oberfläche mehr Grip als eine glatte. Das Display ist wegen der Tastatur etwas kleiner, doch das stört mich nicht – ich will damit schließlich keine abendfüllenden Kinofilme gucken oder es als E-Reader benutzen, sondern ich brauche es für kurze Nachrichten, Informationen und Übersichten unterwegs.

 

Das leistungsstarke  Android-Smartphone  erinnert optisch an  die 1990er Jahre –  zumindest der Rahmen. (Foto: Arne Gottschalck)
Das leistungsstarke Android-Smartphone erinnert optisch an die 1990er Jahre – zumindest der Rahmen. (Foto: Arne Gottschalck)

Häufiges Umschalten

Jede Taste der QWERTZ-Tastatur  ist dreifach belegt, der Zahlenblock befindet sich auf den Buchstaben W, E, R, S, D, F, Y, X, C. Damit ist klar: ein Umwandeln in eine englischsprachige Tastatur ist nicht möglich. Einhändig lässt sich die Hochstelltaste zusammen mit einer Buchstabentaste nicht drücken, dafür muss ich das Smartphone auf einen Tischlegen. Für die Zweit- und Drittbelegungen, also Ziffern und Sonderzeichen, gibt es eine Umstelltaste, die man vorher drücken muss. Für mich ist das wichtig und umständlich.

 

Praktisch und sicher

Zu den Eckdaten: Der Speicher ist mit 128 GB wirklich enorm, die Dual-Kamera mit 12 Megapixeln macht sehr gute Bilder, der Akku ist mit 3500 mAh recht stark und zur Sicherheit des Nutzers trägt der in die Leertaste integrierte Fingerabdrucksensor bei. Zudem hat das BlackBerry die App „DTEK“ installiert, die zeigt, wie Anwendungen auf die Daten zugreifen und die Rechte zuweist.

 

Die 128-GB-Version kostet rund 650 Euro, das 64-GB-Key2 liegt bei 500 Euro, beide sind ihren Preis sicher wert. Wer zwei Hände zur Verfügung hat, für den könnte das Key2 sehr komfortabel sein, denn tatsächlich ist es angenehmer, eine Taste zu drücken als auf das Display zu „tatschen“. Wenigstens für Retro-Liebhaber.

Text: Ulrike Maris

 

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