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Ich verstehe nur Krypto – ein Selbstversuch im Bitcoin-Dschungel

 

Offensichtlich bin ich ein Spätzünder, wenn es um Krypotowährungen geht. Den ersten Hype um die digitalen Währungen gab es bereits 2017, gefolgt von dem großen Crash nach einer weltweiten Spekulationswelle und riesigen Investments mit unglücklichen Verlierern. Der Bitcoin kostete 2010 noch einige Cents und durchbrach zuletzt die 10.000 Euro Marke. Bitcoin war plötzlich in aller Munde und die Erfolgsmeldungen, um Menschen, die sich frühzeitig mit ein paar der unbekannten Coins eingedeckt hatten, konnten plötzlich eine Eigentumswohnung finanzieren. Mit dem Einsatz von 75 Euro. Ein ziemlich guter Deal!

 

Von Wallets und der Blockchain

Deshalb war ich aus Interesse an diesem Hype unlängst bei einem kleinen Workshop zum Thema Kryptowährung. Der private Workshop war von Freunden an Freunde gerichtet, um ein bisschen mehr Klarheit in diese Art der Investition, beziehungsweise der potentiellen Zahlungsmittel der Zukunft zu bringen. Es gab eine kleine, aber sehr informative Einführung zum Thema Bitcoins, Blockchain, den Handelsplätzen der Kryptowährung – den Exchanges, und dem fast wichtigsten Punkt, den sogenannten Wallets. Zum besseren Verständnis haben wir uns jeder ein Konto auf einer Exchange angelegt, allerdings ohne direkt zu investieren. Ziel des Abends war es, auf Fehler im Handel mit den sogenannten Tokens, also der jeweiligen Kryptowährung, hinzuweisen und Stolperfallen zu umgehen. Ich habe vieles mitgenommen aus diesem Treffen, und verstehe nun deutlich mehr, als noch vor dem Abend. Soweit die Theorie. 

 

Und nun zur Praxis – Kryptowährung kaufen

Samstagabend saßen mein Freund und ich dann mit meinen – analogen – Notizen und Rechner auf dem Sofa. Uh, aufregend! Zunächst hatten wir Geld auf die Exchange überwiesen, um überhaupt die sogenannten Tokens kaufen zu können. Nach Durchblick der auf dieser Exchange angebotenen Währungen entschieden wir uns für Litecoin und Etherium Classic. Wir haben, das muss man zugeben, wirklich gar keine Ahnung von den verschiedenen Prognosen der einzelnen Kryptowährungen und haben uns nur an den Kursen des letzten Jahres orientiert. Das kaufen ist wirklich einfach: Du gibst dein gewünschtes Investment ab und hast direkt die jeweiligen Coins auf dem Exchange Konto. Und hiermit ist auch Bewegung in die Blockchain gekommen – jede Transaktion wird in der dezentralen Blockchain verarbeitet und schließt sich in einer Verkettung zusammen. Quasi eine riesiges Buchhaltungssystem. Aber das ist erstmal ein unsichtbares Geschehen, der User sieht nichts davon. 

 

Und jetzt: bloss keine Fehler machen!

Nun sollte der Kapitalfehler, die gekauften Coins auf der Exchange zu lassen, nicht begangen werden. Hier kommen die oben angesprochenen Wallets ins Spiel. Wir hatten uns für unsere Transaktion für die Paper-Wallet entschieden. Das klang für mich wahnsinnig einfach, war aber wahnsinnig schwer! Zunächst haben wir uns einen Generator runtergeladen. Das hat zugegeben ein bisschen gedauert, bis ich verstanden habe, wie ich mir meine kryptisch-verschlüsselte Wallet erstelle. Für die Erstellung einer Wallet wurde ich gebeten, die Maus willkürlich auf der Webpage zu bewegen, bis eine verschlüsselte Zahlenreihe erstellt wurde, die mir dann als QR-Code zum Ausdrucken angezeigt wurde. Ebenfalls wurden die zwei wichtigen „Keys“ angezeigt: Man erhält den Public Key, der quasi deine Bankverbindung darstellt und deinen Privat Key. Dieser Privat Key ist das Wichtigste an der ganzen Transaktion – verliere ihn nicht, verrate ihn nicht! Nur dieser Key ist dein Zertifikat, dass die Coins dir gehören. Bekommt ein anderer diesen Key in die Hände, sind deine Coins direkt futsch. Es gibt hier nicht die Möglichkeit, wie in der Bank einen Verlust zu melden. Der Privat Key Holder ist definitiv der Coinbesitzer. Du druckst das Dokument also asap aus und behältst deine Paper Wallt bitte unter Verschluss. Zurück zu uns: Bis wir das Prozedere verstanden hatten, mussten wir tatsächlich mehrere Walltes erstellen und drucken, um die Daten dann schnellstmöglich vom Rechner zu werfen – Big Brother is watching you! Ehrlich gesagt ist mir immer noch schleierhaft, wo unsere Coins gerade liegen. Wie ich wieder an die Coins komme, wie ich sie mir rücküberweise und gegebenenfalls verkaufe. Erstmal bin ich froh, den ersten Transaktionsprozess geschafft zu haben. Easypeasy finde ich den Ankauf der Coins nicht, Spaßig wird es glaube ich auch nur bei einem Kursanstieg über Nacht. Spätestens bis dahin sollte ich allerdings das Verkaufen von Coins – also aus der Wallet in die Exchange senden und dort verkaufen, gelernt haben! Wir sind übrigens mit einem Taschengeld gestartet, und das sollte jeder. Um erstmal ein Gefühl für diesen neuartigen Formen der Währung zu bekommen, sollte man erstmal mit Geld üben, bei dem es nicht sehr schlimm ist, wenn man ihn unterwegs verliert. Erst wer ein richtig sicheres Gefühl und Verständnis hat und eben auch wirklich Geld überhat, um damit zu investieren, kann über eine weitergehende Investition nachdenken.

 

Fotocredit: Fotolia/nelen.ru

 

 

 

 

 

 

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