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Halle 26 – Tanzende Maschinen und virtuelle Zukunftsmusik

In Windeseile umfliegt eine insektenähnliche Drohne ihren hauseigenen Parkour, ein humanoider Roboter tanzt verblüffend menschlich zu Michael Jackson, neugierige Menschen tauchen in virtuelle Welten ein – in Halle 26 auf der CEBIT 2018 ist jede Menge los.
Schon beim Eintreten in die Halle fällt das Geräusch des intelligenten Fliegers auf. In einem abgesicherten Terrain fliegt die Drohne mit beeindruckendem Tempo ihre Pirouetten. Das Summen wirkt täuschend echt, nur im Nachklang lässt sich eine leichte Technik-Note erlauschen.

 

 

 

 

Tanzend bewegen sich auch die humanoiden Roboter UU- U05 von CANBOT fort. Ihre Köpfe und Arme bewegen sich taktisch zum Rhythmus, doch ihre Moves wirken etwas einstudiert. Die Fortbewegung verläuft rollend. Gemeinsam mit der Drohne sind sie die Stars der Halle, an denen man nicht vorbeigehen möchte.

 

 

So real ist virtuell
Einen Flugsimulator mit dem eigenen Körpergewicht lenken und den Himmel erkunden? Mittels vibrierender Sitzschale auf Achterbahnfahrt gehen? Kickern ohne Ball? Virtual Reality (VR) macht es möglich. Doch eine einfache VR-Brille reicht dafür nicht aus. Der ganze Körper muss in die virtuelle Welt mitgenommen werden – oder zumindest dessen Sinne. Und das funktioniert: Während der Fahrt in die Tiefe wird es dem Einen oder Anderen tatsächlich etwas mulmig, der Flugsimulator erfordert echte Muskelkraft. Und beim Kickern kommen bei den Beteiligten wahre Fußball-Emotionen hoch. Von außen betrachtet wirkt das alles eher etwas absurd, die Probanden hingegen sind voll und ganz in ihrem Element, der Star in ihrer eigenen Welt.

 

 

 

Doch neben der ganzen Technikeuphorie fühlt man auch einen Moment des Unbehagens. Denn warum es VR bisher noch nicht zu ihrem Durchbruch geschafft hat, zeigt sich hier, die Technologie steckt immer noch in ihren Kinderschuhen, besser, Entwicklungsschuhen. Was auch überrascht: von Social VR ist hier, in Halle 26, keine Spur. Dabei soll die menschliche Interaktion in virtuellen Räumen laut Experten the next big thing sein. Wird es also doch noch etwas dauern? Zumindest Facebook stellte bereits letztes Jahr eine Beta-Version seiner VR-Welt „Space“ vor, andere Plattform kommen auch schon langsam auf den Markt. Was wird da wohl auf uns zukommen?

Laut Jaron Lanier besser gar nichts. Der VR-Experte, der auch den Begriff Virtual Reality prägte, hielt am Montag die Eröffnungsrede zur CeBIT. Doch anstatt wie geplant über genau dieses Thema zu sprechen, nutzte er die Gunst der Stunde und riet, den großen sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. besser den Rücken zu kehren. Denn was dort passiere in puncto Überwachung, Kontrolle und Filterung, habe nichts mehr mit Demokratie oder Diversität zu tun – dies zeige sich auch in aktuellen Ereignissen wie der Verbreitung von Fake News, dem Einfluss Russlands auf den US-Wahlkampf, der Brexit-Entscheidung und dem Facebook-Datenskandal.

Apropos – wie Laniers Kritik und die Zukunft des werbefinanzierten Internets in der Praxis aussehen könnte, hat der französische Musiker Rote im Übrigen gerade in seinem neuen Musikvideo verarbeitet. Es gilt: Bitte bis zum Schluss schauen!

 

Autorin: Mimi Rönnau

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